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Chronik

Es ist wohl angebracht, auch hier im Internet einen Rückblick auf das Geschehen der vergangen Jahre im hinblick auf den Mörlauer Carneval Club zu halten.
Fastnacht – Fasching – Karneval, drei Worte – ein Begriff, wird in Deutschland schon seit vielen Jahrhunderten gefeiert. Zwar war dieses Brauchtum in unserer Region nicht überall so bekannt und ausgeprägt wie im Rheinland oder im badisch-alemannischen Raum, doch durch die nahen Bindungen, die die Schlossherren von Ober-Mörlen an Mainz hatten, kam dieses Brauchtum auch relativ früh in unsere Heimatgemeinde.
Ein altes Gemälde, das heute den Rittersaal des Schlosses ziert, dokumentiert eine närrische Schlittenfahrt durch die Ober-Mörler Straßen aus dem Jahre 1753.
Durch viele Generationen wurde dieses fastnachtliche Brauchtum von der hiesigen Bevölkerung gehegt und gepflegt. Doch zur Gründung der beiden heute in Ober-Mörlen bestehenden Karnevalsvereine kam es erst nach dem 2. Weltkrieg.


 
Doch wie kam es nun zur Gründung des MCC ?

Es muss vorausgeschickt werden, dass einige Gründungsmitglieder des MCC Mitglieder bzw. Vorstandsmitglieder des schon bestehenden Karnevalsvereins, der Karneval Gesellschaft Mörlau, waren. Doch unterschiedliche Auffassungen in der Vereinsführung veranlassten sie, aus der KG Mörlau auszutreten. Diese Leute, denen die Fastnacht so am Herzen lag, denen sie so viel bedeutete, sahen bald, dass so der Ober-Mörler Fastnacht, die damals schon einen guten Ruf im weiten Umkreis hatte, nicht gedient war.
Um nun der Ober-Mörler Fastnacht wieder Auftrieb zu geben, um sie noch attraktiver zu machen und zu neuen Blüten zu verhelfen, kamen diese Leute zu dem Entschluss, einen zweiten Karnevalsverein ins Leben zu rufen.


Die Gründungsversammlung
Nach verschiedenen Vorgesprächen trafen sich am 8. Mai 1956 im damaligen Gasthaus „Zur Traube“ folgende Damen und Herren zur Gründungsversammlung: Paul Born, Heinz Endlein, Josef Fritz I., Josef Fritz II., Walter Fritz, Gottfried Goldmann, Theodor Hammann, Paul Hammann, Willi Heil, Karl Jakobi, Franz Möx, Wilfried Pietz, Karl Scherer, Jakob Schmidt, Maria Schneider, Erich Schreiner, Walter Schweitzer und Hans Zeisler.
Unter der Wahlleitung von Jakob Schmidt setzte sich der 1. Vorstand wie folgt zusammen:
1. Vorsitzender: Karl Scherer, 2. Vorsitzender: Karl Jakobi, Schriftführer: Wilfried Pietz, Kassierer: Hans Zeisler, Beisitzer: Maria Schneider, Heinz Endlein und Walter Fritz, Protokoller: Willi Heil. Die Versammlung entschied, dass der neu gegründete Verein den Namen „Mörlauer Carneval Club“ (MCC) führen solle. Zunächst wurde festgelegt, die Mitgliederzahl des Clubs auf 25 Personen zu beschränken. Diese Bestimmung wurde, da sie auf Dauer nicht tragbar war, später wieder aufgehoben, und heute zählt der MCC über 700 Mitglieder.
Hier an dieser Stelle sei ein Wort des Dankes an den ehemaligen 1.Vorsitzenden Karl Scherer gerichtet, der den Club seit seiner Gründung im Jahre 1956 ununterbrochen bis zum Jahre 1974 über alle Schwierigkeiten hinweg mit großer Umsicht leitete. Für seine Verdienste wurde Karl Scherer in der Jahreshauptversammlung 1975 zum Ehrenvorsitzenden ernannt.



Der erste Elferrat

Im ersten Jahr des Bestehens hielt man monatliche Zusammenkünfte, machte in den Sommermonaten einen Ausflug mit geschmückten Pferdefuhrwerken und feierte Fastnacht in geschlossener Gesellschaft. In der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 11.10.1957 wurde erstmals ein Elferrat gewählt. Es würde zu weit führen, in dieser Schrift alle Elferräte bis zum heutigen Tage aufzuzählen, aber stellvertretend für alle soll hier der erste Elferrat des Clubs
namentlich aufgeführt werden. Es waren dies die Clubkameraden: Bardo Winkler, Walter Fritz, Willi Heil, Jakob Schmidt, Karl Scherer, Günther Büdinger, Karl Jakobi, Heinz Endlein, Walter Schweitzer, Wilfried Pietz, Horst Adelmann, Josef Fritz I., Gottfried Goldmann und Karlheinz Heil.
Als Präsident wurde vorgeschlagen und gewählt: Willi Heil und als Mundschenk: Karlheinz Heil.



Die ersten öffentlichen Auftritte
Eröffnet wurde die Karnevalssaison 1957/58 mit einem originellen närrischen Familienabend. Der 1. Maskenball am 2. Februar 1958 und die beiden Kappenabende am 9. und 11. Februar 1958 zeigten unter dem 1. Sitzungspräsidenten Willi Heil große Erfolge und gaben dem Club einen starken Auftrieb. Als erste Narhalla diente der Saal des Gasthauses  „Germania“, das heute auch
   nicht mehr da ist und abge- rissen wurde. Auch am Mörlauer Fastnachtszug 1958 beteiligte man sich mit einem großen Aufgebot an Wagen und Fußgruppen.
Im Sommerhalbjahr 1958 startete der MCC neben seinen monatlichen Clubabenden am 20. Juli 1958 einen Ausflug mit 3 geschmückten Pferdefuhrwerken nach Pfaffenwiesbach und am
24. August 1958 ein großes Kinder- und Lampionfest in der Halle Born (Usinger Straße), zu dem auch die Kapelle L’amour zum Tanz aufspielte. Beide Veranstaltungen wurden bei reger Teilnahme aller Mitglieder zu einem großen Erfolg für den damals jungen Verein.
In den folgenden Jahren bemühte man sich eifrig, das Zusammengehörigkeitsgefühl weiter zu stärken und zu festigen. Monatsversammlungen, sommerliche Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung fanden immer stärkeren Anklang und zunehmende Beteiligung. Besondere Förderung erfuhren die alljährlich stattfindenden Kinder- und Lampionfeste im Sommer, die nicht nur bei Kindern und Jugendlichen, sondern auch bei Erwachsenen aus allen Bevölkerungskreisen sehr großes Interesse fanden.
Für den Club war und ist es natürlich auch eine selbstverständliche Aufgabe und Ehrenpflicht, sich an dem großen Mörlauer Fastnachtszug am Fastnachtssonntag gebührend zu beteiligen, um dem Zug, von dem in der ganzen Wetterau gesprochen wird, zu einem vollen Erfolg zu verhelfen. Von Jahr zu Jahr steigerten sich die Bemühungen und die Opfer, um auf originelle und närrische Art örtliche, landes- oder bundespolitische Begebenheiten in Motivwagen oder Fußgruppen wirkungsvoll närrisch darzustellen.
Schon in den allerersten Jahren nach der Gründung ließ der MCC mit der Ausgrabung der Fastnacht am 11. im 11. unter der Usabrücke (Frankfurter Straße) einen alten Brauch wieder aufleben und setzt ihn bis zum heutigen Tage fort. Dieses närrische Ritual, das an die badisch-allemannische Fastnacht erinnert und in unserem heimischen Raum einmalig ist, verleiht den jährlichen Eröffnungsfeierlichkeiten eine ganz besondere Note.
So wird auch die Fastnacht mit dem Beginn des Aschermittwochs wieder in der Usa versenkt und ruht dort, bis sie zum 11. im 11. der nächsten Kampagne wieder ins Leben zurückgeholt wird.



Kappenabende im Bonifatiussaal

Am 15. und 22. Januar 1961 fanden die beiden Kappenabende erstmals im Bonifatiussaal statt. Von diesem Zeitpunkt an gebrauchte man auch mehr und mehr das Wort Galasitzung, um dieser närrischen Veranstaltung die ihr gebührende Note zu verleihen.
An dem Clubabend am 2. Februar 1962 wurde Frau Maria Schneider zum 1. Ehrenmitglied des MCC ernannt.
Bis zum Jahre 1962 wurden die Sitzungen und närrischen Veranstaltungen von Präsident Willi Heil geleitet.
                  
Mit Beginn der Karnevalssaison 1962/63 übernahm Bardo Winkler das Amt des Sitzungspräsidenten und leitete die närrischen Veranstaltungen, mit einem Jahr Unterbrechung (1965 Präsident Erich Schreiner), erfolgreich bis zum Jahre 1977, als ihn sein Gesundheitszustand veranlasste, dieses Amt an seinen Nachfolger Alfons König abzugeben. Für seine großen Verdienste um den MCC und die Mörlauer Fastnacht wurde er in der Jahreshauptver-sammlung 1978 zum Ehrenpräsidenten des MCC ernannt.

 

1. Kindersitzung         
   
Für Ober-Mörlen ganz neue Wege ging der MCC in der Saison 1963/64, als man die 1. Kindersitzung der Mörlauer Fastnachtsgeschichte startete. Die erste Kindersitzung unter dem Präsidenten Bardo Winkler und dem damaligen 1. kleinen Funkenmariechen Christa Heil wurde zu einem unerwartet großen Erfolg, so dass man in der kommenden Saison gleich 2 Kindersitzungen halten musste, um alle Kartenwünsche zu erfüllen. Es versteht sich von selbst, dass mit diesen Kindersitzungen auch erstmals kleine und mittlere Rote Funken die Fastnachtsbühne in Ober-Mörlen betraten und heute neben den großen Roten Funken eine Selbstverständlichkeit am Mörlauer Fastnachtshimmel sind.
            
Seit der Gründung über Jahrzehnte hinweg leitete Frau Paula Morschel die Roten Funken. Sie hat es in all den Jahren meisterhaft verstanden, diese unsre Garden auszubilden und als Stolz des MCC der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Das Gleiche gilt für Frau Rotraud Schweitzer. An der Spitze der Clubschneiderinnen setzte sie sich ebenfalls über Jahrzehnte für alle Näharbeiten im MCC ein.
Ebenfalls viele Jahre führte Frau Margit Otto mit ihrem Team an den Sitzungen die Schminkarbeiten aus.
Diesen Damen sei hier an dieser Stelle der Dank des MCC ausgesprochen.



Gründung des Fanfarenzuges
Ein besonders denkwürdiger Tag für den MCC war der 9. Juni 1967, denn an diesem Tage wurde von dem damaligen Vorstand im Gasthaus „Zum Laternchen“ einstimmig beschlossen, innerhalb des Clubs einen Fanfarenzug zu gründen. Die Anregung kam von Elmar Scherer, der sich auch bereit erklärte, das Amt des Stabführers zu übernehmen. Die erste Übungsstunde war am 26. Juni 1967 mit 12 Jungen und Mädchen im Alter von 10 bis 16 Jahren. Zur 11-jährigen Jubiläumsfeier des MCC am Sonntag, dem 10. September 1967, trat der junge Fanfarenzug im Bonifatiussaal zum 1. Male in der Öffentlichkeit auf.
Durch den neu gegründeten Fanfarenzug erhielt der Club einen weiteren großen Auftrieb. 
                              
Die Galasitzungen und Kindersitzungen wurden noch beliebter und fanden immer größeren Zuspruch. Im Sommer des Jahres 1970 gelang es unserem Clubkameraden Karl Grün, eine Ranzengarde zu gründen. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, dem Club mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Bei Sitzungen sowie beim Mörlauer Karnevalszug wirkten sie mit. Weiterhin pflegte der MCC gute Beziehungen zwischen dem Gehörlosen Carneval Club in Friedberg und dem Karnevalsverein aus Nieder-Hadamar bei Limburg. Gute freundschaftliche Beziehungen bestehen auch seit Jahren mit dem Karnevalsclub „Die Motten“ aus Wölfersheim, der Narrenzunft Nieder-Weisel, den Niddageistern aus Florstadt, den Hasenspringern aus Rosbach, der Hiesbach aus Bad Nauheim und dem Weiseler Karneval-Verein.
Auch nahm der MCC jährlich in großer Besetzung am Wetterauer Narrenexpress in Friedberg teil. Da man aber die Fastnacht nicht weiter aus unserer Heimatgemeinde forttragen wollte, blieb man später dem Zug in Friedberg wieder fern.



Das große Musikfest 1972
Eines  der  größten  Ereignisse  in  der  Geschichte  des  MCC war das große Musikfest vom 9. bis
12. Juni 1972 unter der Schirmherrschaft des damaligen Hessischen Landesvorsitzenden für Fanfaren-, Spielmanns-, Musik- und Hörnerzüge Dieter Kraus und Festpräsident Karl Scherer. Mit diesem Fest verbunden war ein großer Musikwettstreit, an dem 36 Musik- und Fanfarenzüge aus allen Teilen der Bundesrepublik teilnahmen. Unter nicht enden wollendem Applaus in der bis auf den letzten Platz gefüllten Schulturnhalle wurde auf dem Festkommersabend die neue Husarenuniform der Öffentlichkeit vorgestellt.
Schon am Festsamstag hatte der MCC eine große Anzahl von Musikvereinen zu Gast. Sternmarsch und Festzug am Festsamstag, Weckruf, Festzug und der große Musikwettstreit am Festsonntag, ein festlich ausgeschmücktes Festzelt, das erstmals in eigener Regie bewirtet wurde, festlich mit 10.000 bunten Fähnchen und Birken geschmückte Ortsstraßen, ein Frühschoppen und Festausklang, wie er hätte nicht besser sein können. Alles stimmte bei diesem Fest, das auch die kühnsten Erwartungen weit übertroffen hatte. Es war eines der schönsten Feste, die Ober-Mörlen in seinen Mauern gesehen hatte.
Durch gemeinsame Vereinbarungen mit der KG Mörlau und dem MCC kam der MCC an Fastnachtssonntag 1973 auf der Tribüne am Schloss erstmals zu Wort und konnte durch seinen
Präsidenten Grußworte an das närrische Volk richten. Auch Garden und Komitee stehen seit diesem Jahr mit auf der Bühne, wenn es heißt „Vorhang auf“ zum großen Mörlauer Fastnachtszug.



Musikschau mit Schlossparkbeleuchtung
Am Samstag, dem 2. Juni 1973, veranstaltete der MCC seine erste Musikschau mit Schlossparkbeleuchtung. In großen Massen strömten die Zuschauer in den hinteren Schlosshof, um vor der historischen Kulisse des Ober-Mörler Schlosses diese Musikschau zu erleben, die für alle Musikfreunde und Gäste zu einer ergreifenden Demonstration der Fanfaren- und Spielmannsmusik wurde. Auch die groß angelegte Schlossparkbeleuchtung fand helle Begeisterung und Bewunderung.
Noch im gleichen Jahr nahm der Fanfarenzug Kontakt mit dem holländischen Musikzug UNION aus Zelhem auf, woraus eine enge freundschaftliche Bindung wurde.
Schon im nächsten Jahr, also 1974, hatte man die Freunde aus Zelhem zu Gast in Ober-Mörlen, als die 2. Musikschau unter dem Motto „Musik kennt keine Grenzen“ wiederum ganz Ober- Mörlen und Umgebung begeisterte.
Es folgte nun jährlich in den Sommermonaten eine Musikschau mit Schlossparkbeleuchtung, die immer wieder unter einem gewissen Motto stand und Erstaunen, Bewunderung und Anerkennung bei allen Bevölkerungsschichten fand. Im Sommer 2002 konnte man so schon auf die 11. Musikschau zurückblicken.
Die Ereignisse rissen nicht ab. Die Fastnacht, der man sich mit Leib und Seele verschrieben hatte, musste zu ihrem Recht kommen und dennoch wurde in den Sommermonaten immer ein anderes Großereignis mit Bravour gemeistert.


Zeltkirmes
So war der MCC im Jahre 1975 erstmals Ausrichter der Zeltkirmes, zu der, wie man es vom MCC gewohnt war, wieder ein abwechslungsreiches Programm geboten wurde.
Aufstellung des Kerbbaumes, Umzug mit Abholung des Bürgermeisters, Fassanstich, Tanz der Kirmesburschen und -mädchen sowie die Auftritte des MCC-Fanfarenzuges „Rote Husaren“ und des „Schallmeiencorps“ aus Haiger, der musikalische Frühschoppen und die Verlosung von wertvollen Sachpreisen waren die Glanzpunkte dieser vom MCC ausgerichteten Ober-Mörler Zeltkirmes 1975.



Landesmeisterschaften der Fanfaren-, Spielmanns-, Hörner- und Musikzüge
Doch damit nicht genug. Kaum waren die Anstrengungen der Zeltkirmes vorüber, so sollte Ober-Mörlen das größte Musiktreffen des Hessenlandes erleben. Der MCC war vom 12. bis 15. September 1975 mit der Ausrichtung der 6. Hessischen Landesmeisterschaften und der 3. Hessischen Jugendmeisterschaften des Hessischen Landesverbandes der Fanfaren-, Spielmanns-, Hörner- und Musikzüge beauftragt.
Nicht weniger als 65 hessische Fanfaren-, Spielmanns- und Musikzüge gaben sich in diesen Tagen in Ober-Mörlen ein Stelldichein und spielten im total überfüllten 4000-Mann-Festzelt und in der Usatalhalle um die Hessische Landesmeisterschaft. Ober-Mörlen war die Hauptstadt des hessischen Spielmannswesens.
Der MCC-Fanfarenzug „Rote Husaren“ errang in diesen Tagen seinen bisher größten Erfolg. Er wurde unter der Leitung seines damaligen Stabführers und heutigen Ehrenstabführers Joachim Goldmann Hessischer Landesmeister in der Klasse „Moderne Fanfarenzüge“. Diesen Titel konnte er in den folgenden Jahren noch zweimal verteidigen.
Mit dem großen traditionellen musikalischen Frühschoppen ging eines der ganz großen Ereignisse in der Geschichte des MCC und Ober-Mörlens zu Ende.



Galasitzungen in der Usatalhalle
In der Karnevalssaison 1975/76 fanden zum ersten Male die Galasitzungen, Kindersitzungen und Maskenbälle in der neu erbauten Usatalhalle statt und werden bis zum heutigen Tage dort abgehalten. Der Eröffnungsball mit feierlicher Ausgrabung der Fastnacht ging weiterhin im Saale des Gasthauses „Darmstädter Hof“ über die Bühne.
In der Karnevalssaison 1977 gab unser langjähriger Sitzungspräsident Bardo Winkler sein Amt aus gesundheitlichen Gründen an den damaligen Vizepräsidenten Alfons König ab, der nun für alle närrischen Veranstaltungen verantwortlich war.



10-jähriges Bestehen des Fanfarenzuges
Wieder stand dem MCC ein Ereignis bevor, denn vom 19. bis 22. Mai 1977 stand Ober-Mörlen im Zeichen des 10-jährigen Bestehens seines Fanfarenzuges „Rote Husaren“. Unter dem Motto „Musik verzaubert die Welt“ hatte der Club für seine Spielleute ein kleines Fest arrangiert, zu dem auch wieder unsere holländischen Musikfreunde mit Drumband und Majorettes sowie die Trachtentanzgruppe „Wij Erent Olde“ und Fahnendreher zu Gast waren. Dieses kleine Fest begann mit einem deutsch/holländischen Freundschaftsabend für alle Bürger unserer Gemeinde im Festzelt. Am 2. Tag stand ein Konzertabend unserer holländischen Freunde sowie des MCC-Fanfarenzuges auf dem Programm und am 3. Tag startete der MCC seine größte und schönste Musikschau, die man bis dahin veranstaltet hatte. Kein Wunder, zu dieser Musikschau hatte man es fertig gebracht, fast ausschließlich nur Musik- und Fanfarenzüge mit Meistertitel zu gewinnen. Der Abteilungsleiter des Fanfarenzuges Heinrich Wagner konnte an diesem Abend den Spielzug Rheingau-Mitte als 165. Zug begrüßen, den der MCC bis dahin nach Ober-Mörlen geholt hatte.
Mit dem Frühschoppenkonzert am 22. Mai 1977 und der Verabschiedung der holländischen Freunde aus Zelhem klang diese Geburtstagsfeier aus, an die man sich noch gerne erinnert.



Festakt: 225 Jahre Fastnacht in Ober-Mörlen
Aus Anlass der 225-jährigen Ober-Mörler Fastnachtsgeschichte fand im Karneval 1978 in Anwesenheit des Gemeindevorstandes im Rittersaal des Schlosses ein Festakt statt, zu dem eine Abordnung der beiden Ober-Mörler Karnevalvereine eingeladen war.
Mörlaus Fastnachtszug erreichte mit 82 Zugnummern eine in den früheren Jahren nicht für möglich gehaltene Größe. Der MCC hatte mit 26 Zugnummern einen respektablen Anteil.



Rathaussturm
Neue Wege wurden gesucht, um die Ober-Mörler oder besser gesagt die Mörlauer Fastnacht weiter zu bereichern, um sie noch attraktiver zu machen. Der MCC erstürmte aus diesem Grunde am Fastnachtssamstag 1979 unter seinem Präsidenten Alfons König erstmals das Mörlauer Rathaus und ließ dies zu einer bleibenden närrischen Einrichtung werden.
Am 27. August 1979 wird in einer kleinen Feierstunde Joachim Goldmann zum Ehrenstabführer ernannt. Oswald Wagner wird Stabführer des MCC-Fanfaren-zuges „Rote Husaren“.
Bardo Winkler zum Ehrenpräsidenten ernannt
In Anbetracht seiner großen Verdienste um den MCC sowie den Mörlauer Volkskarneval wurde Bardo Winkler auf der Jahreshauptversammlung 1978 zum Ehrenpräsident des Mörlauer Carneval Clubs ernannt.
Bardo Winkler steuerte 13 Jahre in vortrefflicher Weise als Sitzungspräsident das Narrenschiff des MCC. Bardo Winkler hat sich um den MCC und die Mörlauer Fastnacht verdient gemacht.



Das Clubwappen des MCC
Rechtzeitig zum 25-jährigen Jubiläum schuf sich der MCC ein von Alfons König entworfenes Clubwappen.
Es zierte die Titelseite der Festschrift und fand auf den Briefbögen, zahlreichen Orden und später auf der Straßenseite der Vereinshalle seinen festen Platz.
Als Grundlage diente das Gemeindewappen von Ober-Mörlen. Es stellt die Verbundenheit des Mörlauer Carneval Club e.V. zu unserem Heimatort Ober-Mörlen dar. Die Eppsteinischen Sparren wurden verlängert und zu bunten Fastnachtsklatschen umgestaltet. Sie halten den Vereinsnamen mit dem Gründungsjahr 1956.
Auf der linken Seite oben die Till-Marotte, das Symbol des Schalks und der Narretei. Die rechte Seite oben mit der Trompete weist auf den Musikzug hin.



Das große Volksfest zum silbernen Jubiläum 1982
Tausende von kleinen bunten Fähnchen über der Ortsdurchfahrt kündeten das große Ereignis an.
Ganz Ober-Mörlen stand vom 28. Mai bis 7. Juni 1982 im Zeichen eines närrischen Jubiläums. Es galt, den 25. Geburtstag des Mörlauer Carneval Clubs mit einem großen Volksfest zu begehen,
unter dem Motto „Der MCC, ein fester Begriff – 25 Jahre Fastnacht mit Pfiff“
Den Auftakt zur großen Geburtstagsfeier bildete der Festkommers in der Schulturnhalle. Unter den Ehrengästen konnte Festpräsident Bardo Winkler - neben vielen anderen - insbesondere den Bezirksdelegierten der Interessengemeinschaft Mittelrheinischer Karneval, Gerd Kristek aus Gießen, begrüßen.
Nach dem Gedenkgottesdienst und der Kranzniederlegung für die verstorbenen Mitglieder wurde im Foyer des Schlosses die Ausstellung   „Der MCC im Spiegel der Presse“  eröffnet.
Nachdem am Festfreitag die „Loisbach Skiffle Group“ der Jugend kräftig eingeheizt hatte, wurde am Samstag ein farbenfroher Festzug unter Beteiligung vieler Orts- und Gastvereine durch die geschmückten Ortsstraßen geschickt. Dem Festzug schloss sich ein großer bunter Abend mit Musik, Show und Tanz an. Als Ehrengast konnte der MCC an diesem Abend den Präsidenten der Interessengemeinschaft Mittelrheinischer Karneval e.V., Philipp Becker aus Mainz, begrüßen.
Der Festsonntag stand im Zeichen des Wetteraupokals, an dem sich zahlreiche Musik- und Fanfarenzüge beteiligten.
Ein Festtanzabend, gespickt mit Programmeinlagen, schloss sich an. So wirbelten die Roten Funken und das MCC-Showballett über die Bühne. Große Begeisterung und Beifallsstürme ernteten auch die Gäste aus Zelhem (Holland) mit ihrer Holzschuhtanzgruppe.
Mit dem traditionellen Frühschoppen, dem Kindernachmittag und dem großen bunten Abend, gestaltet durch die Ortsvereine, klang das gelungene Volksfest zum 25-jährigen Jubiläum aus.



Auch außerhalb der 5. Jahreszeit aktiv
Neben den großen Volksfesten, die der MCC in all seinen Jahren veranstaltet bzw. ausgerichtet hat, war die fastnachtslose Zeit mit vielerlei Aktivitäten ausgefüllt.
Zu erwähnen sind die Beteiligung an Jubiläen der Ortsvereine, Dorffest, Volkswandern, Volksradfahren, Aktion „Saubere Gemarkung“, Hutzelabend und Ausflüge des Elferrates, Mehrtagesreisen in das europäische Ausland (siehe auch Sonderbericht: Ausflüge und Reisen des
MCC), die Teilnahme der Show-Tanzgarde und Funkenmariechen an Gardetanzturnieren, die Weihnachtsfeiern, Konzerte des Musikzuges „Rote Husaren“ und die Musikschule (siehe auch hier die Sonderberichte in dieser Schrift).
Bis zum Sommer 2002 bereicherte der MCC mit seiner bis dahin 11. Musikschau mit Schlossparkbeleuchtung den Veranstaltungskalender unserer Heimatgemeinde Ober-Mörlen.



Weiterer Höhenflug im fastnachtlichen Geschehen
Unter dem Sitzungspräsidenten Alfons König erblühte die Fastnacht zu weiteren Höhepunkten. Die Fastnachtskampagne wurde jedes Jahr unter ein bestimmtes Motto bzw. unter einen Werbeslogan gestellt. Zur Ausgrabung der Fastnacht ließ sich der Elferrat jährlich einen neuen närrischen Gag einfallen. (Siehe auch Werbeslogans der Saison und närrische Einfälle zur Fastnachtsausgrabung)
Es folgten zur Saisoneröffnung die ersten Ehrungen für 25-jährige Mitgliedschaft. Auch besondere Ehrungen durch die Interessengemeinschaft Mittelrheinischer Karneval standen an.
Der Bonifatiussaal wurde bald zu klein und man wechselte zur Eröffnung der Saison in die Usatalhalle über. Hier gab es nochmals einen weiteren Publikumsaufschwung. Eine Besonderheit bot der MCC zur Saisoneröffnung 1984/85. Mit von der Partie war eine Maskengruppe aus Offenburg. Damit konnte der MCC seinen närrischen Gästen erstmals echte badisch-alemannische Fastnachtsbräuche vorstellen.
Die großen Gala- und Kindersitzungen wurden zu einem Fastnachtsrenner. Die Eintrittskarten waren regelmäßig schon nach kurzer Zeit ausverkauft. Die Zahl der Tanzgruppen und Roten Funken nahm ständig zu. Das Niveau der Büttenredner war beachtlich. Im Jahre 1985 wurde ein Kinderelferrat mit einem Kinderpräsidenten ins Leben gerufen.
In der 2. Galasitzung 1985 erhielt Bardo Winkler für seine großen Verdienste als erster im MCC den Verdienstorden in Gold mit Urkunde und Anstecknadel der IGMK überreicht.
Immer mehr Publikum beteiligte sich am Rathaussturm, der erstmals an Fastnachtssamstag 1979 unter der Regie von Elferrats- und Sitzungspräsident Alfons König durchgeführt wurde.
Aus der ganzen Region pilgerten die Narren zum Ball der 1000 Masken, so dass die Feuerwehr schon frühzeitig den Einlass stoppen musste.
Auch die Beteiligung am großen Mörlauer Fastnachtszug konnte noch wesentlich erweitert werden. Mit jährlich über 30 Zugnummern stellte der MCC mit seinen Motivwagen und närrischen Fußgruppen einen beachtlichen Teil des gesamten Zuges.



Närrische Einfälle zur Fastnachtsausgrabung
Zur Ausgrabung der Fastnacht ließ sich der Elferrat immer neue närrische Gags zur Beförderung des Präsidenten mit der Miss Fassenacht einfallen.

Nachfolgend einige Beispiele:
● Auf dem Pferd geritten
● Mit dem Gabelstapler gefahren
● In der Sänfte getragen
● Mit einem Dungonwagen (alter Bauernwagen) gefahren
●  Im Riesenbett und in Begleitung der Narrenzunft „Waldwurz“ gefahren
● Auf einer Kanone geritten



Kirmes 1984

Als Ausrichter der  Kirmes 1984 unter dem Motto: „Kirmes wie zu Großvaters Zeiten“
hatte man ein reichhaltiges Programm zusammengestellt. Neben dem Spielmanns- und Fanfarenzug aus Wächtersbach hatte der MCC auch die Folklore- und Trachtentanzgruppe aus Besse zu Gast. Von ihrer besten Seite zeigten sich die Kirmesburschen und -mädchen mit ihren Volkstänzen, der Elferrat mit seiner turbulenten Modenschau und die Roten Husaren mit ihrem Bühnenspiel. Ein 3-Tage-Erlebnis mit Musik, Folklore, Show, Spiel, Spaß und Tanz für alle.
Am Kirmessamstag 1984 fand ebenfalls die Grundsteinlegung der MCC-Halle statt.


 


Durch einen tragischen Unfall verstarb am 21. September 1985 bei Bauarbeiten am Vereinshaus unser 1. Vorsitzender und Ehrenpräsident Bardo Winkler. Tiefe Bestürzung und Trauer löste der Tod bei allen Mitgliedern des MCC und weiten Bevölkerungskreisen aus. Zur Erinnerung an Bardo Winkler wurde an der MCC-Halle eine Gedenktafel angebracht. 


 


Günther Rühl neuer Vorsitzender

Zum Nachfolger von Bardo Winkler wurde in der Jahreshauptversammlung am 18. April 1986 der bisherige Schatzmeister Günther Rühl zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt. Günther Rühl leitet die Geschicke des MCC mit großer Umsicht und Sachverstand bis zum heutigen Tage.
Neben den vielfältigen Aufgaben als 1. Vorsitzender führt er nun schon seit mehr als 30 Jahren die Clubreisen in das europäische Ausland durch. Ebenfalls war er für den Innenausbau der Vereinshalle verantwortlich und führte das Bauwerk mit Können und großem Fleiß zielstrebig zu seiner Vollendung.


 

Das Schloss im Zauber von Musik und Lichtern
Unter diesem Motto fand anlässlich des 20. Geburtstags des MCC Fanfarenzuges „Rote Husaren“ wiederum eine große Musikschau mit Schlossparkbeleuchtung statt. Zahlreiche Musikvereine aus der Spitzenklasse haben dabei mitgewirkt und überreichten im Wonnemonat Mai 1987 einen musikalischen Blumenstrauß.


Schlossgeister 1989
Zum 400-jährigen Jubiläum des Ober-Mörler Schlosses hatte sich der Elferrat zur Ausgrabung der Fastnacht in Schlossgeister verwandelt. Der vertrottelte Schlossbaron war das Thema eines Büttenvortrages in den Galasitzungen. Auch zum Rathaussturm erschien der Elferrat wiederum als Schlossgeister und lehrte den Gemeindebossen das Fürchten. So konnte der MCC dem Schlossjubiläum einen närrischen Geburtstag bereiten.
Das 1200-jährige Ortsjubiläum im folgenden Jahr 1990 bereicherte man mit passenden Büttenvorträgen in den Galasitzungen, närrischen Einfällen zur Saisoneröffnung und im Fastnachtszug.
Hier sei nur an den Büttenvortrag „Die Schirmherrin der 1200-Jahrfeier, Baronin Obbeline die Feuchte“, die über die Adligen im Ober-Mörler Schloss plauderte, und an den Motivwagen „Strahlendes, lachendes Mörlau“ erinnert.
Um unserem Ortsjubiläum einen weiteren Glanzpunkt zu verleihen, hatte der MCC unter dem Motto: „Ober-Mörlen 1200 Jahre jung – der MCC gratuliert mit Musik und Schwung“ zu seiner 8. Musikschau im Juni 1990 ausnahmslos hochkarätige Musikzüge verpflichtet. Neben der beliebten Schlossparkbeleuchtung fand dabei erstmals in Ober-Mörlen ein Show-Marschieren im Schlosspark statt. Das Publikum war hellauf begeistert.
Am Festzug zur 1200-Jahrfeier beteiligte sich der MCC mit drei Festwagen, dem Musikzug „Rote Husaren“ und einer Tanzgarde.


Einweihung der MCC-Halle
Noch im gleichen Jahr 1990 konnte man im Rahmen der 1200-Jahrfeier am 8. September 1990 die neue Vereinshalle einweihen. Über 150 geladene Gäste, viel Prominenz von nah und fern zog es in die Hasselhecker Straße, um zu sehen, was die MCC-Bautruppe in den vergangenen Jahren geleistet hatte.
Bürgermeister Karlheinz Burk, Landrat Herbert Rüfer und der Bezirksvorsitzende der IGMK Burghard Hoffmann waren voll des Lobes für die an diesem Werk beteiligten Bauleute. Auch die Vertreter der Orts- und befreundeten Karnevalsvereine lobten den Idealismus und Gemeinschaftssinn im MCC. Nun konnte die Schlüsselübergabe des Architekten Otto Heil an den MCC-Vorsitzenden Günther Rühl erfolgen.



Ausgefallene Fastnacht
„Neue Halle, neuer Schwung – beim MCC da bleibt man jung“. Unter diesem Motto präsentierte sich der Elferrat zur Fastnachtseröffnung 1990/91 in Anspielung auf die neue Vereinshalle als Team vom Bau. Im Blaumann, Bauhelm, Schippe und Schubkarren schritten die Elferräte zur Fastnachtsausgrabung.
Nach dieser so verheißungsvollen Saisoneröffnung wurde den Karnevalisten durch den Golfkrieg das große Aus verordnet. Alles musste im Januar 1991 abgesagt werden. Wir Fastnachter wollten das nicht, doch durch die Medien und die Stimmungsmacher der Öffentlichkeit wurden wir dazu gezwungen.



25 Jahre MCC Musikzug
Mit einem großen Musikfest vom 12. – 15. Juni 1992 feierte der MCC den 25. Geburtstag seines Musikzuges „Rote Husaren“. Nach dem Festkommers in der Schulturnhalle wurden die Festtage mit einem Konzertabend der Big-Band Boden fortgesetzt. Es folgte ein Festzug durch die Ortsstraßen mit anschließender Musik-Show und einem Tanzabend im Festzelt. Der Sonntag stand im Zeichen der großen Musikparade mit namhaften Musikzügen aus dem Hessenland. Mit dem traditionellen Frühschoppen am Festmontag, einem Kindernachmittag sowie einem großen Tanzabend mit buntem Programm klangen die Festtage aus.
Im März 1993 wurde im MCC das Projekt Musikförderung gestartet. (Siehe auch Sonderbericht zur MCC Musikschule.)



Zum ersten Mal Guggemusik in Ober-Mörlen
Zum Startschuss in die tollen Tage im Februar 1994 konnte der MCC mit Stolz eine kleine närrische Sensation vermelden.
Durch freundschaftliche Beziehungen konnte man den Guggemusikzug aus Istein bei Basel für die Teilnahme am Rathaussturm und am Fastnachtszug gewinnen.
Ebenso waren die befreundeten Hästräger der alemannischen Narrenzunft „Waldwurz“ aus Offenburg mit ihren traditionellen Holzmasken in der Zugabteilung des MCC zu bewundern. 
So konnte man die Zugabteilung des MCC und damit den Ober-Mörler Fastnachtszug, den Rathaussturm und den Ball der 1000 Masken, an dem  die Guggemusiker die Usatalhalle in ein Tollhaus verwandelten, noch wesentlich bereichern. Die ganze Wetterau hat darüber gestaunt und sich positiv geäußert.
Der MCC erlebte in Sachen Fastnacht seine allergrößten Höhepunkte. Die zweite Galasitzung wurde in dieser Saison vom Hessischen Rundfunk aufgezeichnet und die Vorträge am Fastnachtssonntag ausgestrahlt. Außerdem wurde der gesamte Fastnachtszug mit der Guggemusik und den alemannischen Hästrägern im HR live gesendet.



1994 wieder Ausrichter der Kirmes
Trotz großer Hitze konnte der MCC wieder auf eine gut besuchte Kirmes zurückblicken. Die   Roten Husaren mit Majorettes und die Showtanzgruppe überzeugten einmal mehr mit ihren Darbietungen am Kerbsamstag.
Der Kerbsonntag stand im Zeichen eines Kritikspielens der Blasorchester und Marching Bands. Am Kerbsonntagabend wurde von Vereinsmannschaften der Supercup 1994 ausgetragen.
Mit dem traditionellen Frühschoppen und einem Tanzabend mit Showauftritten endeten die Kirmestage 1994.

In einer gemeinsamen Aktion wurde die über 300qm große Hoffläche der Vereinshalle im Sommer 1995 mit Verbundpflaster ausgelegt.
Mit einem kleinen Hoffest fanden die Bauarbeiten an den Außenanlagen der Fastnachtshalle ihren Abschluss.



MCC feierte seinen 40. Geburtstag mit Musikschau und Feuerwerk
Weit über 1000 Zuhörer lauschten am 15. und 16. Juni 1996 im Ober-Mörler Schlosshof den Klängen der Musikzüge, die der MCC zu seinem 40. Geburtstag eingeladen hatte.
Höhepunkt der Musikschau war der Auftritt der Regional Brass Band aus Bern, die man zu Gast hatte.
Neben der traditionellen Schlossparkbeleuchtung konnte der MCC seinen Besuchern erstmals ein großes, farbenprächtiges Feuerwerk bieten.



Bruno Winkler neuer Präsident
In der Karnevalssaison 1995/96 führte Alfons König zum letzten Mal durch die närrische Saison. Nach 20 Jahren gab er die Sitzungsglocke an seinen Nachfolger Bruno Winkler weiter.
Unter dem Slogan: „Das neue Team auf allen Rädern“ startete der MCC erstmals unter der Leitung des neuen Präsidenten in die Saison 1996/97. Im Rahmen der Saisoneröffnungsfeierlichkeiten 1997/98 erhielt Alfons König eine besondere Ehrung. Für seine 20-jährige Tätigkeit als Elferrats- und Sitzungspräsident wurde er zum Ehrenpräsidenten des MCC ernannt. Der 1. Vorsitzende, Günther Rühl, überreichte ihm die Ernennungsurkunde und eine Ehrenkette. Als langjähriger Präsident habe Alfons König das kulturelle Leben und die Tradition der Ober-Mörler Fastnacht mitgeprägt und mit erhalten.

Mit einem Benefizkonzert des Hessischen Polizeiorchesters und einem Schülerkonzert feierte der Musikzug des MCC „Rote Husaren“ sein 30-jähriges Bestehen am 11. und 12. Oktober 1997, an dem auch der Dirigentenstab von Eckhard Scheibel auf den neuen Dirigenten Werner Erker überging.


Vor der MCC-Halle wacht Till Eulenspiegel
Fast eineinhalb Jahrzehnte beharrliche Zielstrebigkeit des MCC fanden am 17. Mai 1998 ihren krönenden Abschluss. Unter reger Beteiligung der Bevölkerung und zahlreicher befreundeter Karnevalsvereine sowie der IG Mittelrheinischer Karneval wurde die Figur des Till Eulenspiegel als Fastnachtsdenkmal vor der Vereinshalle eingeweiht. Gespannte Stille herrschte, als nun Bürgermeisterin Erika Schäfer, der 1. Vorsitzende Günther Rühl und Ehrenpräsident Alfons König zur Tat schritten und die Tillstatue enthüllten.


4 x 11 Jahre MCC
Zum Saisonauftakt 1999/2000, aus Anlass des 4 x 11jährigen Bestehens des MCC, hatten sich 21 ehemalige Rote Funken zusammengefunden und präsentierten in den Kostümen verschiedene Generationen und zu dem Marsch "Alte Kameraden" ihren Funkentanz. Sie waren nicht ein, sondern DER Höhepunkt des närrischen Eröffnungsabends.

Eine stolze Spende von 1.775,00 DM konnte der MCC aus dem Erlös des Herbstkonzertes 1999 "Musik und Theater" der Mittelpunktschule überweisen.

Zu einer Geburtstagsfeier "4 x 11 Jahre MCC" hatte im August 2000 der MCC in den Festsaal des Gasthauses "Zur Waldlust" geladen. Nach einem Rückblick auf die Vereinsgeschichte wurde bis in die Morgenstunden die närrische Geburtstagszahl gefeiert.


Bruno Winkler Sitzungspräsident - Holger Reuß Elferratspräsident
Zu Beginn der Karnevalsaison 2000/2001 wurde das Präsidentenamt aufgeteilt. Holger Reuß ist als Elferratspräsident zuständig für die Elferratssitzungen - Saisoneröffnung - Rathaussturm - Fastnachtszug - Fastnachtsbeerdigung.
Bruno Winkler leitet als Sitzungspräsident weiterhin die großen Fastnachtssitzungen.


Musikschau mit Bezirksmusikfest
Fast der gesamte Vorstand des Hessischen Musikverbandes war zur 11. Musikschau un dem vom MCC ausgerichteten Bezirksmusikfest am 8. und 9. Juni 2002 gekommen.


Seit 250 Jahren Fastnacht in Ober-Mörlen
Im Jahre 2003 waren nun 250 Jahre nach der denkwürdigen Schlittenfahrt im Jahre 1753 vergangen. Aus diesem Anlass hatte Bürgermeister Sigbert Steffens die beiden Ober-Mörler Karnevalsvereine, die 1. Ober-Mörler Karnevalgesellschaft und den Mörlauer Carneval Club, zu einem Neujahrsempfang eingeladen, um diesem Jubiläum zu gedenken.
Zur Erinnerung an die närrische Schlittenfahrt von 1753 überreichten die beiden Vorsitzenden dem Bürgermeister eine Bronzetafel als Geschenk an die Ober-Mörler Bürgerschaft, die an der Schlossmauer angebracht wurde.
Aus diesem Anlass startete der MCC mit dem passenden Motto „250 Jahre närrisches Brauchtum im Mörlau, der MCC lädt ein zur Narrenschau“
in die Karnevalssaison 2002/2003. Zur Erinnerung an die närrische Schlittenfahrt der Schlossherren im Jahre 1753 fuhr der Elferrat in einem großen Pferdeschlitten zur Ausgrabung der Fastnacht an die Usabrücke.

 

 

Wer nun die Chronik des MCC aufmerksam gelesen und einen kleinen Einblick in das bewegte Vereinsgeschehen mit seinen mannigfaltigen Veranstaltungen gewonnen hat, kann sicher gut verstehen, dass dies nicht immer alles so glatt abging. Bei diesen enormen Belastungen, die der MCC in all den Jahren zu bestehen hatte, sind auch gewisse Tiefen in der Vereinsgeschichte nicht zu vermeiden.
Doch hat es immer wieder Frauen und Männer im MCC gegeben, die nicht aufgaben und weitermachten, gerade in schwersten Situationen. Diesen Leuten sei hier ein ganz großes „Danke“ ausgesprochen.
Vieles wurde in Sachen Fastnacht geleistet. Mit glanzvollen Galasitzungen, Kindersitzungen, Maskenbällen (Ball der 1000 Masken), Kostübällen, großen Bei-trägen zum Mörlauer Fastnachtszug, Sturm auf das Mörlauer Rathaus usw. war der Club am Mörlauer Fastnachtshimmel vertreten.
Auch die großen Feste des MCC außerhalb der Karnevalszeit trugen wesentlich dazu bei, den Veranstaltungskalender unserer Gemeinde zu bereichern.
Möge es dem MCC vergönnt sein, dass es in Zukunft auch immer wieder Frauen und Männer gibt, die bereit sind, aus Verantwortungsbewusstsein, Treue und Liebe zur Mörlauer Fastnacht und der Blasmusik, dem MCC zu weiterem Blühen und Gedeihen zu verhelfen, damit Mörlau auch in Zukunft bleibt, was es war und was es ist. Nämlich unser „Klein Mainz im Usatal“, die närrische Hochburg der Wetterauer Fastnacht.