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Ober-Mörler Nachrichten, 06.08.2010

Rhythmus im Blut
 
Es gibt wohl kaum einen Haushalt mit Kindern, in dem der Schrank mit Töpfen vor der Fantasie der Kurzen sicher wäre. Nach Leibeskräften wird gestapelt, gescheppert und gejuchzt. Die Steigerung: mit Kochlöffeln bewaffnet alles, was irgendwie Töne erzeugt, umfunktionieren zu mehr oder weniger angenehmen Klangkörpern. „Oh, der geborene Schlagzeuger“, schießt es den Großen durch den Kopf. Aber wie den Rhythmus im Blut kanalisieren? Unterricht? Ein Schlagzeug im Haus? Oh, mein Gott, nur das nicht! Dieser Lärm! Nicht auszuhalten!
Doch weit gefehlt. Es gibt wohl nichts direkter Anrührendes als den Rhythmus. Zumal garantiert ohne falsche Töne. Und – mit Rücksicht auf die Nachbarn – verschiedene Tricks, den Geräuschpegel zu dämmen. Das Instrumentarium ist nahezu grenzenlos ausbaubar vom klassischen Schlagzeug über Becken, Bongos, Congas, Rasseln oder Triangel bis zum Glockenspiel, Xylophon oder den Pauken. Die gekonnte Bedienung wirkt für sich genommen schon mitreißend, erst recht ist ohne den Rhythmus jedes Orchester geradezu aufgeschmissen.

Umso glücklicher schätzen sich die „Roten Husaren“ des MCC, dass sie auf ihre Schlagwerker und Percussionisten setzen können. Quasi seit Beginn an ist Susanne Mühl dabei und seit vielen Jahren die beiden „jungen Wilden“ Nico Wagner und Robert Hausmanns. Weit über ein Jahrzehnt lang lernten alle drei in der MCC-Musikschule bei dem begnadeten Musiker und Pädagogen Knut Wagner „das Laufen“ - und haben es weit gebracht. Zurzeit sucht die MCC-Musikschule einen neuen Schlagzeuglehrer, und für die beiden Drummerboys der „Roten Husaren“ wird es mitunter schwierig, ihr Studium mit Orchesterproben und Konzertauftritten in Einklang zu bringen.



In dem Bewusstsein, dass ohne sie nichts geht, würde sich das Orchester über eine Verstärkung seiner rhythmischen Basis riesig freuen. Das Repertoire des symphonischen Blasorchesters reicht von Pop bis Klassik, gespielt (auch getrommelt) wird nach Noten und geübt jeden Dienstagabend von 20 bis 22 Uhr. Alle Infos gibt es bei Susanne Mühl unter Telefon 06002/5944 oder via Email unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.