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Presse Archiv

Ober-Mörler Nachrichten, 01.04.2016

Brauchtumspflege zwischen Tradition und Innovation
 
In diesem Jahr möchten wir uns außerhalb der Fassenachtszeit  in einer ein wenig mit den Ursprüngen und der Fortentwicklung der Brauchtumspflege der Ober-Mörler Fassenacht und auch anderen Fassenachtstraditionen beschäftigen. Beginnen möchten wir mit einem Bericht von Jürgen Geck, der uns über die schwäbisch-alemannische Fastnacht in Bad Dürrheim berichtet.
 
 
Ein Blick über den närrischen Tellerrand – Bericht vom Fastnachtsmuseum Bad Dürrheim
 
Bad Dürrheim ist nicht nur ein Kurort im Südschwarzwald, hier gibt es auch den Narrenschopf, ein Fastnachtsmuseum das die Zünfte der schwäbisch-alemannischer Fastnacht ausstellt. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die Fastnacht bzw. der Karneval in Deutschland reformiert und es entstand das Model des rheinischen Karnevals wie wir ihn auch bei uns kennen. Mit dem Übergang vom 19. in das 20. Jahrhundert wandte sich der deutsche Süden gegen die „Fastnacht der Preußen“ und sie etablierten eine eigene Erscheinungsform, die schwäbisch-allemannische Fastnacht oder auch Fasnet genannt. Diese orientiert sich stark an mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Bräuchen. Charakteristisch ist die Vermummung der Teilnehmer mit „Larven“ oder auch „Schemen“ (Masken), die meist aus Holz, in Ausnahmefällen auch aus Stoff, Papier, Ton, Blech oder Draht bestehen.  Diese werden innerhalb der Familien weitervererbt. Die dazugehörige Kleidung "Häs" und der, der sie an hat Hästräger genannt. Die organisierte und dokumentierte Narrenzunft in Bad Dürrheim geht auf das Jahr 1886 zurück, seinerzeit entstand die Gesellschaft Frohsinn.
 
Andere Sitten, andere Bräuche, andere Termine
 
Während wir jedes Jahr froh sind unsere Miss Fassenacht am 11.11. aus den Fluten der Usa zu erheben müssen die Narren in Bad Dürrheim bis zum 6. Januar warten um ihre Fasnet mit der offiziellen Vorstellung der Hästräger zu eröffnen.
Narri-Narro ist hier der Narrenruf, wobei bei Veranstaltungen auch hier mit dem „Narri“ eingestimmt wird und die Menge „Narro“ antwortet, also ähnlich unseres Mirle-Mörlau.
Bereits am Donnerstag von Fastnacht gibt es hier morgens einen kleinen Umzug mit Fanfarenzug, Guggemusik und Trommlergruppen um die Bevölkerung zu wecken und die Schüler und Lehrer aus den schulischen Zwängen befreien. Zum Schluss des Umzuges wird der Narrenbaum auf dem Rathausplatz als weithin sichtbares Zeichen der Machtübernahme durch die Narren gestellt.
Nachdem am Rosenmontag der närrische Frühschoppen absolviert wurde trifft man sich nachmittags zum traditionellen Umzug in Bad Dürrheim. Eine gute Kondition oder Disziplin ist hier mit Sicherheit gefragt.
Die Beerdigung der Fastnacht läuft ganz ähnlich wie bei uns, jedoch wird hier eine sehr stattliche Menge Stroh verbrannt. Entzündet wird eine ungefähr 5m große Strohhexe während der Fanfarenzug und die Guggemusik letztmals spielt.
Das letzte sichtbare Zeichen der vergangenen Fasnet, der Narrenbaum wird am zweiten Samstag nach der Fasnet auf dem Rathausplatz versteigert. Nach dem Zuschlag wird der Narrenbaum gefällt und klein gesägt.
 
Egal wo und wie gelebt, die Fastnacht, Fasnet oder auch Karneval zählt zu den Kulturgütern Deutschlands die es zu erhalten gilt.
 
 
 
"Die Zwerge freuen sich über Mittänzer und Mittänzerinnen"
 
Habt Ihr Lust beim MCC mitzutanzen?
Seid Ihr im Februar 2017 mind. 4 Jahre alt?
 
Dann ran ans Telefon oder schreibt uns!!
 
Wir üben ab etwa nach den Sommerferien immer samstags vormittags von 10:00 bis 11:00 Uhr in der Schulturnhalle ca 1 Stunde lang. 
Unsere Trainerinnen heißen Silke und Sandra.
Es macht einen riesigen Spaß bei uns mitzumachen. Wir lernen einfache Tanzschritte und führen als Höhepunkt auf der Kindersitzung des MCC unseren Tanz auf. Dabei haben wir immer tolle Kostüme an !
Wir freuen uns auf dich !!
 
Kontakt:
 
Martina Mack (Mitglied im Vorstand) 0170 2034082
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